Pressluftatmer

Umluftunabhängiger Atemschutz.

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Pressluftatmer mit Atemschutzmasken

Bei Pressluftatmern handelt es sich um umluftunabhängige Atemschutzgeräte (auch Behältergeräte, Druckbehältergeräte und frei tragende Isoliergeräte genannt) mit Atemschutzmasken, bei denen die zugeführte Atemluft in einer oder mehreren Pressluftflaschen mitgeführt wird. Pressluftatmer haben den großen Vorteil, dass sie nahezu immer und überall eingesetzt werden können und der Anwender keine Druckluftschläuche mitführen muss. Allerdings können sie aufgrund der Atemluftflaschen nur eine begrenzte Zeit eingesetzt werden: in der Regel ca. 45 Minuten.

Vielseitige Einsatzbereiche in Industrie und bei der Feuerwehr

Pressluftatmer werden überall dort eingesetzt, wo entweder eine ausreichende Sauerstoffversorgung in der Umgebungsluft nicht sichergestellt werden kann oder die auftretenden Gase und Dämpfe entweder nicht bekannt, nicht filterbar oder zu hoch konzentriert sind. Pressluftatmer werden grundsätzlich in 2 Typen unterteilt:
Typ 1 – für den Industrieeinsatz
Diese Geräte haben eine geringe Widerstandsfähigkeit gegen Flammen und Hitze.
Typ 2 – für die Brandbekämpfung d.h. für Feuerwehren
Diese Geräte haben eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Flammen und Hitze.

Pressluftatmer mit Normal- und Überdruck

Zudem unterscheiden sich Pressluftatmer nach dem Fülldruck der Flaschen sowie der Funktionsweise der Lungenautomaten. So gibt es einerseits den Pressluftatmer mit Normaldruck, bei dem während der Einatmung in der Atemschutzmaske ein Unterdruck erzeugt wird. Atemschutzmasken für Systeme mit Normaldruck sind üblicherweise mit Rundgewindeanschluss (40mm-DIN-Gewinde) ausgestattet. Die Ausatemluft wird über ein Ausatemventil abgeführt. Andererseits gibt es Pressluftatmer mit Überdruck, bei denen immer ein leichter Überdruck von wenigen Millibar im Maskeninnern der Atemschutzmaske, auch während der Einatmung, vorhanden ist. Dadurch können bei diesen Systemen bei geringen Leckagen keine Schadstoffe in das Innere der Atemschutzmaske eindringen. Bei größeren Leckagen, z.B. beim Verrutschen der Maske, wird der Pressluftatmer die Atemschutzmaske ständig mit Atemluft durchströmen. Dies verkürzt die Einsatzzeit wesentlich! Um Verwechslungen zu vermeiden, darf bei Überdruckgeräten der Rundgewindeanschluss nach DIN EN 148-1 nicht verwendet werden. Die Atemschutzmasken und Lungenautomaten dieser Atemschutzgeräte sind meist mit einem Bajonettsystem ausgestattet.

Überdruck-Pressluftatmer mit Voll- oder Halbmaske

Die erwähnten Pressluftatmer mit Normaldruck und Überdruck werden mit einer Vollmaske getragen, aber es gibt auch Überdruck-Geräte mit Halbmaske. Die Funktionsweise ist die gleiche. Konstruktionsbedingt ist allerdings die mechanische Festigkeit zwischen Funktionsteil und Maske geringer. Die Gewindeanschlüsse nach DIN EN 148 Teile 1 bis 3 dürfen bei dieser Kombination nicht verwendet werden.

Pressluftatmer mit Warneinrichtung

Eine elektronische oder pneumatische Warneinrichtung ist essenzieller Bestandteil eines Pressluftatmers. Sie warnt den Geräteträger vor dem Ende des Atemluftvorrats. Die Warneinrichtung springt in der Regel bei einem restlichen Flaschendruck von 55 ± 5 bar an und gibt üblicherweise ein akustisches Signal von etwa 90 dB ab. Dem Geräteträger bleiben ab dann noch etwa fünf Minuten Atemluftvorrat.

Weitere Ausrüstungsmöglichkeiten für Pressluftatmer

Für die Versorgung einer Person im Rettungsfall, beispielsweise bei Einsätzen der Feuerwehr, können Pressluftatmer mit einem zweiten Mitteldruckanschluss ausgestattet sein. Alternativ kann der Mitteldruckanschluss auch für die Luftversorgung aus einer Alternativluftquelle dienen. Zu den weiteren Ausrüstungsmöglichkeiten gehört beispielsweise ein Schnellfüllventil. Damit lassen sich eine oder mehrere Druckgasflaschen aus einer externen Versorgungsquelle mit Druckluft wieder befüllen. Optional kann auch eine Bypass-Einrichtung für Umgebungsluft ausgerüstet werden. Dadurch kann bei angelegtem Atemanschluss direkt aus der Umgebungsluft geatmet werden. Das verhindert den unnötigen Verbrauch von Druckluft. Diese Methode ist allerdings nur zulässig, sofern die Umgebungsluft nicht kontaminiert ist und nicht für Arbeitseinsätze gedacht.

Wichtig: Pressluftatmer richtig anlegen

Damit der Pressluftatmer und zusätzliche Einsatzausrüstung im Zweifel Leben retten kann, muss die Ausrüstung korrekt angelegt werden. Deswegen ist das vollständige und korrekte Tragen der darunter befindlichen Kleidung sehr wichtig und die Begurtung des Atemschutzgeräts muss geschlossen und stramm gezogen werden. Ebenfalls ist auf den richtigen und dichten Sitz der Atemschutzmaske zu achten. Zudem muss vor jedem Einsatz eine Kurzprüfung erfolgen, um zu testen, ob das Gerät auch einsatzbereit ist.

Wartung und Reparatur von Pressluftatmern und Atemschutzmasken

Aufgrund der oft schweren Einsatzsituationen von Pressluftatmern sind diese nach jedem Gebrauch sorgfältig zu überprüfen. Weiter sind in unterschiedlichen Intervallen Verschleißteile zu wechseln und der Pressluftatmer muss einer eingehenden Revision unterzogen werden. Wir bieten diese Arbeiten in unserer hauseigenen Werkstatt an.

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein entsprechendes Angebot für den Kauf sowie für die Wartung und Reparatur. Sprechen Sie uns unverbindlich an!

Bei Pressluftatmern handelt es sich um umluftunabhängige Atemschutzgeräte (auch Behältergeräte, Druckbehältergeräte und frei tragende Isoliergeräte genannt) mit... mehr erfahren »
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Pressluftatmer mit Atemschutzmasken

Bei Pressluftatmern handelt es sich um umluftunabhängige Atemschutzgeräte (auch Behältergeräte, Druckbehältergeräte und frei tragende Isoliergeräte genannt) mit Atemschutzmasken, bei denen die zugeführte Atemluft in einer oder mehreren Pressluftflaschen mitgeführt wird. Pressluftatmer haben den großen Vorteil, dass sie nahezu immer und überall eingesetzt werden können und der Anwender keine Druckluftschläuche mitführen muss. Allerdings können sie aufgrund der Atemluftflaschen nur eine begrenzte Zeit eingesetzt werden: in der Regel ca. 45 Minuten.

Vielseitige Einsatzbereiche in Industrie und bei der Feuerwehr

Pressluftatmer werden überall dort eingesetzt, wo entweder eine ausreichende Sauerstoffversorgung in der Umgebungsluft nicht sichergestellt werden kann oder die auftretenden Gase und Dämpfe entweder nicht bekannt, nicht filterbar oder zu hoch konzentriert sind. Pressluftatmer werden grundsätzlich in 2 Typen unterteilt:
Typ 1 – für den Industrieeinsatz
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Pressluftatmer mit Normal- und Überdruck

Zudem unterscheiden sich Pressluftatmer nach dem Fülldruck der Flaschen sowie der Funktionsweise der Lungenautomaten. So gibt es einerseits den Pressluftatmer mit Normaldruck, bei dem während der Einatmung in der Atemschutzmaske ein Unterdruck erzeugt wird. Atemschutzmasken für Systeme mit Normaldruck sind üblicherweise mit Rundgewindeanschluss (40mm-DIN-Gewinde) ausgestattet. Die Ausatemluft wird über ein Ausatemventil abgeführt. Andererseits gibt es Pressluftatmer mit Überdruck, bei denen immer ein leichter Überdruck von wenigen Millibar im Maskeninnern der Atemschutzmaske, auch während der Einatmung, vorhanden ist. Dadurch können bei diesen Systemen bei geringen Leckagen keine Schadstoffe in das Innere der Atemschutzmaske eindringen. Bei größeren Leckagen, z.B. beim Verrutschen der Maske, wird der Pressluftatmer die Atemschutzmaske ständig mit Atemluft durchströmen. Dies verkürzt die Einsatzzeit wesentlich! Um Verwechslungen zu vermeiden, darf bei Überdruckgeräten der Rundgewindeanschluss nach DIN EN 148-1 nicht verwendet werden. Die Atemschutzmasken und Lungenautomaten dieser Atemschutzgeräte sind meist mit einem Bajonettsystem ausgestattet.

Überdruck-Pressluftatmer mit Voll- oder Halbmaske

Die erwähnten Pressluftatmer mit Normaldruck und Überdruck werden mit einer Vollmaske getragen, aber es gibt auch Überdruck-Geräte mit Halbmaske. Die Funktionsweise ist die gleiche. Konstruktionsbedingt ist allerdings die mechanische Festigkeit zwischen Funktionsteil und Maske geringer. Die Gewindeanschlüsse nach DIN EN 148 Teile 1 bis 3 dürfen bei dieser Kombination nicht verwendet werden.

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Für die Versorgung einer Person im Rettungsfall, beispielsweise bei Einsätzen der Feuerwehr, können Pressluftatmer mit einem zweiten Mitteldruckanschluss ausgestattet sein. Alternativ kann der Mitteldruckanschluss auch für die Luftversorgung aus einer Alternativluftquelle dienen. Zu den weiteren Ausrüstungsmöglichkeiten gehört beispielsweise ein Schnellfüllventil. Damit lassen sich eine oder mehrere Druckgasflaschen aus einer externen Versorgungsquelle mit Druckluft wieder befüllen. Optional kann auch eine Bypass-Einrichtung für Umgebungsluft ausgerüstet werden. Dadurch kann bei angelegtem Atemanschluss direkt aus der Umgebungsluft geatmet werden. Das verhindert den unnötigen Verbrauch von Druckluft. Diese Methode ist allerdings nur zulässig, sofern die Umgebungsluft nicht kontaminiert ist und nicht für Arbeitseinsätze gedacht.

Wichtig: Pressluftatmer richtig anlegen

Damit der Pressluftatmer und zusätzliche Einsatzausrüstung im Zweifel Leben retten kann, muss die Ausrüstung korrekt angelegt werden. Deswegen ist das vollständige und korrekte Tragen der darunter befindlichen Kleidung sehr wichtig und die Begurtung des Atemschutzgeräts muss geschlossen und stramm gezogen werden. Ebenfalls ist auf den richtigen und dichten Sitz der Atemschutzmaske zu achten. Zudem muss vor jedem Einsatz eine Kurzprüfung erfolgen, um zu testen, ob das Gerät auch einsatzbereit ist.

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